Diese Frage wird uns oft gestellt und das aus gutem Grund.
Die Antwort hängt nicht nur von der Teleskopreihe oder dem Preis ab, sondern vor allem von optischen und elektronischen Designentscheidungen.
Was bedeutet Sampling?
Alles beginnt mit einem zentralen Konzept: dem Sampling – also der Fähigkeit des Teleskops, reale Details in einem Bild wiederzugeben. Es wird normalerweise in Bogensekunden pro Pixel ("/px) angegeben: je kleiner dieser Wert, desto feiner die Details, die im Bild dargestellt werden (in diesem Fall vom Himmel).
Das Sampling hängt von zwei Faktoren ab: der Pixelgröße des Sensors und der Brennweite des Teleskops.
So kann man es interpretieren:
Niedriger Sampling-Wert = Das Teleskopbild zeigt sehr feine Details am Himmel (jedes Pixel deckt einen kleinen Bereich des Himmels ab).
Hoher Sampling-Wert = Das Teleskop zeigt weniger Details, gewinnt aber an Empfindlichkeit: Jedes Pixel deckt einen größeren Himmelsbereich ab und fängt daher mehr Licht ein.
Sampling unserer Teleskope bei Planeten
| Modell | Sampling bei Planeten |
| Odyssey / Odyssey Pro | 0,93 Bogensekunden/Pixel |
| eQuinox2 / eVscope2 | 1,33 Bogensekunden/Pixel |
0,93" < 1,33": ODYSSEY hat also eine feinere Fähigkeit, Details zu erfassen.
Das bedeutet, dass die ODYSSEY-Modelle besonders gut für die Beobachtung von Planeten geeignet sind, die klein, aber sehr hell sind.
Umgekehrt sind die Teleskope der EXPERT-Reihe lichtempfindlicher: Sie eignen sich besser für die Beobachtung von Nebeln und Galaxien, die lichtschwach, aber sehr ausgedehnt sind.
Hier ein Beispiel: Der Planet Jupiter, aufgenommen mit einem eVscope 2 links und einem Odyssey Pro rechts.
Gut zu wissen
Die ODYSSEY-Teleskope profitieren außerdem von der Multi-Depth-Technologie, die es ermöglicht, Pixel zusammenzuschalten (Pixel-Binning), um die Empfindlichkeit bei der Beobachtung des Deep-Sky (Nebel, Galaxien…) zu erhöhen. So bieten sie hervorragende Leistungen bei diesen Objekten und sind zugleich exzellent für die Planetenbeobachtung.
Anna
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